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MedAT 2021 – Welche Chancen in welcher Stadt?

veröffentlicht am 13. Mai 2021 von studymed

Vor kurzem wurden die Anmeldezahlen für den diesjährigen MedAT veröffentlicht. Eigentlich kann einem das ja egal sein – dein Bestes geben wirst du ja sowieso, egal ob du ein paar Konkurrenten mehr oder weniger hast. Trotzdem ist man verständlicherweise neugierig, wie denn nun die Chancen stehen. Damit du dafür nicht auch noch herumrecherchieren und -rechnen musst, haben wir einen genauen Blick auf die Zahlen geworfen und alle Infos in diesen Artikel gepackt!

Anmeldezahlen an den verschiedenen Unis

Die obige Grafik wurde anhand der Daten dieses Artikels der Meduni Wien erstellt:

https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/news-im-april-2021/medat-aufnahmeverfahren-zum-medizinstudium-17823-anmeldungen/

Insgesamt probieren 17.823 Teilnehmer_innen beim MedAT 2021 ihr Glück. Wie auch über die letzten Jahre ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr etwas gestiegen, 2020 waren es „nur“ 17.600. 16.646 haben sich für den MedAT-H, also den Aufnahmetest für Humanmedizin angemeldet, die restlichen 1.177 für den Test für Zahnmediziner.

Wien

Wie immer ist die Hauptstadt bei den Anmeldezahlen der Spitzenreiter: Für die 660 Plätze für Humanmedizin haben sich 8.044 Bewerber gemeldet. Von diesen werden also 8,2% einen Platz ergattern. Etwas leichter haben es da die zukünftigen Zahnmediziner, denn mit 669 Bewerbern für 80 Plätze liegt die Quote bei 12%.

Innsbruck

Auch in Innsbruck ist die Konkurrenz besonders groß. So kommen 3.620 Bewerber auf 360 Studienplätze und damit auf eine Erfolgsquote von 9,9%. Auch hier ist Zahnmedizin etwas weniger beliebt. Die 331 Bewerber streiten sich zwar nur um 40 Plätze, die Quote liegt aber trotzdem bei 12,1%.

Graz

In Graz stehen die Chancen besonders gut: 2.759 haben sich für den Medat-H angemeldet, was bei 336 Plätzen eine Quote von 12,2% ergibt. Für die 24 Zahnmedizin-Plätze haben sich 177 Bewerber gemeldet. Die Quote liegt also sogar bei 13,6%.

Linz

Die Stahlstadt bietet das Medizinstudium derzeit nur für Humanmediziner an. Für diese stehen 240 Plätze zur Verfügung, was bei 2.223 Angemeldeten zu einer Quote von 10,8% führt.

Und jetzt: Panik?

Diese Überschrift ist natürlich nicht ernst gemeint, denn nun Panik zu schieben bringt gar nichts. Außerdem besteht auch kein Grund dazu: Die Zahlen sind zwar hoch, aber das waren sie all die Jahre davor auch. Trotzdem haben ganz viele zukünftige Ärzt_innen den Test bestanden. Auch wenn dir dein „innerer Saboteur“ wahrscheinlich manchmal anderes sagt, waren die bestimmt nicht alle klüger/disziplinierter/besser vorbereitet als du! Der MedAT ist eine Herausforderung, das ist klar, aber dennoch ist es nicht unmöglich zu den Glücklichen zu gehören, die einen Platz ergattern!

Zudem sind die Anmeldezahlen nicht ident mit der Anzahl an Bewerbern, die tatsächlich zum Medizin-Aufnahmetest erscheinen: Die letzten Jahre haben gezeigt, dass sich von den Angemeldeten nur 78% auch wirklich dem Test stellen – du wirst dich also über einige leer bleibende Plätze freuen! So sind beim MedAT 2019 beispielsweise nur 12.960 gekommen, was sich im Vergleich zu den 16.443 Angemeldeten doch um einiges weniger furchteinflößend anhört! Auch 2020 sind eine Menge Bewerber ferngeblieben: Bei 17.599 Angemeldeten haben nur 12.442 den Test auch wirklich geschrieben, also sogar nur 70,7%! Dies könnte natürlich an der damaligen Covid-Situation liegen. Darauf dass normalerweise mindestens 20% nicht erscheinen kann man sich im Hinblick auf die letzten Jahre aber mit gutem Gewissen verlassen.

Außerdem bereitet sich nicht jeder so intensiv auf den MedAT vor, wie du: Es gibt jedes Jahr Teilnehmer_Innen, die sich den Test nur mal anschauen, weil sie sich zum Beispiel gerade auf die Matura konzentrieren und sich nicht wirklich Zeit für die Vorbereitung haben. Oder aber ihnen steht noch der Zivildienst bevor, sie haben sich erst relativ kurzfristig zu Anmeldung entschlossen… Es gibt zahlreiche Gründe, weswegen man sich nicht so gut vorbereitet haben kann, den Test aber dennoch mal probieren möchte – es schadet schließlich nichts! Das heißt, selbst von denen die wirklich zum Test erscheinen, ist nur ein Teil eine wirkliche Konkurrenz für dich.

Fazit

Du siehst: Es wird nicht immer so heiß gegessen, wie gekocht wird. Auf den zweiten Blick sind die Anmeldezahlen gar nicht mehr ganz so dramatisch. Das Motto lautet also weiterhin: Lernen was das Zeug hält und sich nicht von den Umständen aus der Ruhe bringen lassen! Das ist zwar leichter gesagt als getan, aber anderseits ist aktiv werden und seine Herausforderungen anzugehen auch das allerbeste Mittel gegen Prüfungssorgen.

Natürlich wirst du immer wieder Zweifel haben, denn dass der MedAT auch mental eine große Herausforderung und Belastung ist, steht außer Frage. Trotzdem: Sag dir immer wieder, dass absolut nichts dagegen spricht, dass du ab Herbst Medizin studieren wirst! Irgendjemand muss ja aufgenommen werden und warum nicht gerade du? Mach fleißig weiter mit dem Lernen und vergleiche dich nicht zu viel mit anderen – von außen kann man nämlich überhaupt nicht sagen, wie weit deren Fortschritte wirklich sind. Du schaffst das!

Quellen:

 

https://www.medizinstudieren.at/allgemeine-informationen/studienplaetze-platzvergabe/

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210420_OTS0063/medat-aufnahmeverfahren-zum-medizinstudium-17823-anmeldungen

https://oesterreich.orf.at/stories/3100091/

https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/detailseite/2020/news-im-august-2020/aufnahmetests-zum-medizinstudium-insgesamt-12442-teilnehmerinnen/

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