Die Medizinische Universität Graz bietet jedes Jahr Studienplätze für 360 zukünftige Mediziner und Medizinerinnen an, 336 davon in der Humanmedizin und 24 in der Zahnmedizin. Erst seit 2004 wurde die Meduni Graz zur eigenständigen Universität ernannt, bis dahin war sie als Medizinische Fakultät Teil der Karl-Franzens-Universität Graz. Bis vor Kurzem hatten die Grazer auch noch einen eigenen Aufnahmetest, nun wurde das Auswahlverfahren von Wien, Innsbruck und Graz zum MedAT vereinheitlicht.

Das ausgesprochen umfangreiche Studienangebot umfasst neben Human- und Zahnmedizin verschiedene Bachelor-, Master- und Doktoratsstudiengänge, sowie PhD-Programme und etliche Sonderausbildungen.

Das Diplomstudium Humanmedizin besteht aus drei Abschnitten, die jeweils zwei, acht und nochmals zwei Semester dauern. Parallel zum Medizinstudium in Wien wird der Stoff in themenverwandte Module eingeteilt, von denen es pro Semester sechs gibt. Praktische Fertigkeiten werden in sich über ein Semester erstreckende Lehrveranstaltungen, sogenannte Tracks, geübt. Leistungsüberprüfung erfolgt nach jedem einzelnen Modul bzw. Track. Um die Theorie auch mit der Praxis zu verbinden müssen Famulaturen absolviert werden, 16 Wochen müssen es im 2. Abschnitt sein, wobei die Fachrichtungen frei wählbar sind. Im 3. Abschnitt müssen Studierende zusätzlich fünf Wochen in einer Allgemeinmedizinischen Praxis Erfahrungen sammeln.Klinische Fertigkeiten werden in einem OSCE (Objective Structured Clinical Exam) am Ende des fünften Jahres überprüft.Der letzte Abschnitt, also das 11. Und 12. Semester wird im Zuge eines KPJ (Klinisch Praktisches Jahr) an der Klinik direkt am Patientenbett verbracht.Nach dem letzten Jahr und dem Verfassen einer Diplomarbeit dürfen sich die Absolventen Dr. med.univ. nennen.Die Zeitschrift „Medizynisch“ der Grazer Medizinstudenten wurde übrigens 2013 zur Drittbesten ihrer Art im Deutschsprachigen Raum gekürt.