Den Titel des Dr.med.dent. kann man in Österreich an verschiedenen Unis erwerben. Da wären die Medizinische Universität Wien, Graz und Innsbruck. Dort bekommt man ihn durch harte Arbeit, an der Donau Universität Krems und der Danube Private University muss man dafür auch noch einiges an Geld hinblättern.

Dafür muss sich der angehende Zahnarzt in Wien, Graz und Innsbruck einem Aufnahmeverfahren unterziehen und zwar demselben wie die Kollegen der Humanmedizin auch. Allerdings mit einem Unterschied: Beim MedAT-Z wird im Gegensatz zum MedAT der Humanmediziner zusätzlich handwerkliches Geschick getestet, um sicher zu gehen, dass die Anwärter sich im begrenzten Raum des menschlichen Mundes auch motorisch zurechtfinden. Studienplätze gibt es um die 80 jedes Jahr, wobei ein deutlicher Frauenüberschuss besteht.

Ist man dann drin, verbringt man die ersten vier Semester (erster Abschnitt) Seite an Seite mit den Humanmedizinern, da die beiden Curricula abgesehen von vereinzelten praktischen Lehrveranstaltungen und Line-Elementen deckungsgleich sind. Daraus ergibt sich auch die Möglichkeit, von einem Studium zum anderen überzuwechseln, sollte man seine Meinung ändern. Es ist allerdings trotzdem ratsam, dies zu vermeiden, da es Quereinsteigern nicht leicht gemacht wird. Der Wechsel kann bis spätestens nach dem vierten Semester erfolgen und auch nur dann, wenn ein Studienplatz im Human- bzw. im Zahnmedizinstudium frei ist (etwa wegen hoher Drop-out-Quoten bei einer SIP etc.).

Der Studiengang Zahnmedizin ist in Themenblöcken aufgebaut, mit zusätzlichen begleitenden praktischen Lehrveranstaltungen wie etwa Lines. Ab dem vierten Semester, wenn sich Human- und Zahnmedizin trennen, werden diese Blöcke Z-Blöcke genannt. Analog dazu gibt es auch Z-SIPs am Jahresende, Multiple-Choice Prüfungen, in denen der gesamte Jahresstoff abgefragt wird. Worum „Zahnis“ oftmals von ihren humanmedizinischen Kollegen beneidet werden, ist die frühe Praxiserfahrung mit Patientenkontakt. Die letzten vier Semester (dritter Abschnitt) des Studiums bestehen ausschließlich aus Arbeit am lebenden Objekt, in Form eines 72-wöchigen Praktikums, das dem KPJ der Humanmediziner entspricht. Hat man das geschafft und sechs Jahre Studium erfolgreich hinter sich gebracht, darf man sich, den Titel Dr.med.dent. tragend, selbstständig um die Zahngesundheit seiner Patienten kümmern.