Die Österreichquote (Ö-Quote):

  • Alle EU- BürgerInnen, die ihr Reifezeugnis in Österreich oder z.B. einer österreichischen Auslandsschule abgelegt haben
  • EU-BürgerInnen, welche InhaberInnen von Reifezeugnissen aus Luxemburg bzw. Liechtenstein sind
  • InhaberInnen eines Reifezeugnisses einer österreichischen Auslandsschule

Beispiel:  Holländerin mit österreichischer Matura

Die EU-BürgerInnenquote (EU-Quote):

  • EU- BürgerInnen, die Ihr Reifezeugnis in einem EU Land, ausgenommen Österreich, erworben haben

Beispiel: Österreicher mit deutschem Abitur

Die Nicht-EU-Quote: (N-EU-Quote)

  • StaatsbürgerInnen eines Drittstaates, der nicht Mitglied der EU ist, mit einem der österreichischen Matura gleichgestelltem Reifezeugnis

Beispiel: Drittstaatenangehöriger mit deutschem Abitur in einer deutschen Auslandsschule

Für jede Quote ist an allen Universitäten in Österreich die gleiche Prozentzahl an Medzinstudienplätzen vorgesehen. Diese Prozentzahlen wurden für dieses Jahr etwas verändert und die Platzvergabe läuft wie folgt ab:

Für die Ö – Quote sind neuerdings mindestens 75% der Plätze reserviert. Zusätzlich kämpfen die Teilnehmer der Ö-Quote, die keinen Platz bekommen haben mit den Teilnehmern der EU-Quote um weitere 20% der Plätze. Die restlichen 5% werden zwischen allen Teilnehmern vergeben, also auch den Teilnehmern aus der N-EU-Quote.

Nimmt man also als Beispiel 100 Plätze:
Als erstes gehen davon immer 75 an die Ö-Quote.
Anschließend werden die restlichen Ö-Quoten Teilnehmer mit der EU-Quote zusammengelegt und an die besten 20 jeweils ein Platz vergeben.
Als letztes werden die restlichen 5 Plätze an die besten 5 Teilnehmer, die bisher noch keinen Platz bekommen haben, egal aus welcher Quote, vergeben.

Was bedeutet das nun?

Die Idee hinter dieser neuen Quotenregelung war, dass dadurch mehr Studienplätze an Österreicher und Eu-ler gehen. Aus der Erfahrung der letzten Jahre kann man aber davon ausgehen, dass lediglich mehr Plätze an EU-ler gehen werden, da dort die Konkurrenz deutlich höher ist als in der Ö-Quote. Die schlechtesten Eu-ler, die noch einen Platz bekommen haben, waren stets besser, als die besten Österreicher, die keinen Platz mehr bekommen haben.

Für die N-EU-ler hingegen wird es ab diesem Jahr deutlich schwieriger einen Platz zu ergattern, da in der Vergangenheit die besten Österreicher und Eu-ler, die keinen Platz bekommen haben immer besser waren als die besten N-EU-ler.

Quellen 

https://www.medunigraz.at/aufnahmeverfahren-humanmedizin/

https://www.medizinstudieren.at/allgemeine-informationen/studienplaetze-platzvergabe/