Der Medizin-Aufnahmetest

In Österreich gilt es nach der Matura (österr. Abitur) die größte Hürde zu überwinden, um für das Medizinstudium zugelassen zu werden: den MedAT - der Medizinaufnahmetest. Hierbei wird grob zwischen zwei Tests unterschieden: dem MedAT-H für Humanmedizin und dem MedAT-Z für Zahnmedizin. Für beide Tests gilt kein Numerus Clausus. Der Test kann beliebig wiederholt werden, findet jährlich statt und kostet 110 Euro pro Antritt. Für die Zulassung zum Medizinstudium ist keine bestimmte Punktzahl notwendig, es hängt lediglich von deinen Mitbewerbern ab, ob du einen Studienplatz bekommst.

Im vergangenen Jahr (2018) gab es 15.880 Bewerber für 1.680 Studienplätze in allen vier Standorten. 2018 standen 740 Studienplätze in Wien, 360 Plätze in Graz, 400 in Innsbruck und 180 Studienplätze in Linz zur Verfügung. 75 Prozent der Studienplätze gehen an Bewerber mit österreichischem Maturazeugnis, 25% an Bewerber aus der EU sowie aus Drittstaaten, wobei diese besser sein müssen als die Bewerber aus Österreich. In der Regel erscheinen rund 80 Prozent der angemeldeten Prüfungsteilnehmer auch tatsächlich zum Test.

Der Test gliedert sich in das schulische Wissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik,  Textverständnis sowie kognitive Fertigkeiten (Zahlenfolgen, Gedächtnis und Merkfähigkeit, Figuren zusammensetzen, Wortflüssigkeit, Implikationen erkennen). Des weiteren werden soziale Kompetenzen überprüft. Alle Infos zum Test & wie dir studymed dabei behilflich sein kann den Test zu schaffen, findest du hier.

Das Studium

Nach erfolgreichem Abschließen des Tests geht es nun also ins Medizinstudium. Grundsätzlich dauert das Medizinstudium zwölf Semester. In der Studiendauer inbegriffen sind die Absolvierung verschiedener Praktika (Famulaturen) im Ausmaß von 18 Wochen und des Klinisch-Praktischen Jahrs im Ausmaß von 48 Wochen. Das Studium ist je nach Standort unterschiedlich aufgebaut: In Wien & Innsbruck gibt es größere Semester- & Jahresprüfungen, allseits bekannt als SIP, während in Graz & Linz nach einem Modulsystem geprüft wird.

Die Berufsausbildung

Nach erfolgreichem Abschluss des Medizinstudiums geht es dann die Arztpraxis, beginnend mit einer neunmonatigen Basisausbildung, die alle Medizinabsolventen abschließen müssen. Danach folgt die Facharzt Ausbildung, die je nach Disziplin 4 bis 6 Jahre andauert. Fachärzte gelten anschließend als potenzielle Oberärzte & “warten” demnach bis die nächste Oberarztstelle frei wird. Der optionale, letzte Karriereschritt wäre dann anschließend die Rolle des Primar oder Chefarzt.